POPAYAN: 1. QUARTAL 2018

Der Beginn eines neuen Jahres in unserem Land ist nicht angenehm für die Familien, die zwischen Armut und Elend leben. Grade sie leiden große materielle Not, und die Grundlage für ihr Überleben ist das Geld, das sie mit verschiedenen Arbeiten verdienen können, um einige Grundbedürfnisse der Familie zu decken. Alles zu haben, was ein menschenwürdiges Leben erfordert, ist unter diesen sozioökonomischen Bedingungen unmöglich. 

In unserem Land nehmen die sozialen Probleme ständig weiter zu, und der Lebensunterhalt wird immer teurer. Das tägliche Essen zu besorgen, ein Dach über dem Kopf und die Möglichkeit zum Schulbesuch und einer Ausbildung, rücken für jene, die kein Geld haben, in immer weitere Ferne. Und genau diese Familien sind es, die von der Kinderhilfe unterstützt werden in ihren verschiedenen Lebenslagen, um zu helfen und Veränderungen zu bewirken auf persönlicher und familiärer Ebene. Alles, was wir bei den Kindern erreichen und ihnen bieten können, wird bedeutsam sein für ihr künftiges Leben. 

Dieses Jahr ist sehr schwer gewesen für die meisten Eltern, die sich als Verkäufer in Läden betätigen, als ambulante Händler und Müllsammler im Zentrum der Stadt, denn sie befinden sich in einer schweren finanziellen Krise. Es war nämlich nötig geworden, das Einkaufszentrum Anarkos zu schließen, das größte, älteste und wichtigste im Zentrum der Stadt, das mehr als 3000 Familien eine Arbeit ermöglichte. Dazu gehören auch die ambulanten Händler, die sich um dieses Zentrum herum anfinden, um den Leuten, die hier einkaufen wollen, ihre verschiedenen Waren oder Speisen anzubieten.

Diese Arbeit ermöglichte so vielen den Erwerb des täglichen Unterhaltes. Wenn zum Beispiel ein Vater oder eine Mutter zwischen drei und fünf Euro täglich verdienen konnte, verkaufen sie jetzt kaum noch etwas. Wenn es hoch kommt, bekommen sie heute um die zwei Euro, was die Hälfte von dem ist, was sie früher verdienten. Und was soll man zu den Leuten sagen, die ihre Geschäfte in besagtem Einkaufszentrum hatten oder darin arbeiteten, denn das können sie jetzt nicht mehr, und ihre Verdienste sind gleich null. Das führt zu großer Verzweiflung und Ohnmacht bei den Arbeitern, die Kundgebungen veranstaltet und von der Regierung Lösungen verlangt haben, ohne bis jetzt irgendetwas zu erreichen. Der Grund dafür ist, daß die Substanz dieses Gebäudes marode ist und die Gefahr besteht, es könne jederzeit einstürzen und damit eine größere Tragödie verursachen.

Es stimmt, daß man dem vorbeugen will; aber wie soll man verstehen, daß hinter alldem tausende von Familie Not leiden und sogar Hunger, und die Behörden verhalten sich gleichgültig. Aber das ist die Wirklichkeit in Kolumbien, wo definitiv die Korruption ständig zunimmt und die Chancen immer weniger werden und niemand sich um die Allerärmsten kümmert. Sicher werden jetzt viele Monate vergehen, und die Trägheit und Gleichgültigkeit innerhalb der lokalen Verwaltung wird keine schnellen Lösungen anbieten. 

Und für diese Familien ist es jetzt noch schwerer zu ertragen, da wir am Beginn des Jahres stehen, wo die Mieten wieder teurer geworden sind. Jedes neue Jahr bringt ja Steuererhöhungen mit sich, wie der Mehrwertsteuer, des Warenkorbes, die in Kolumbien in letzter Zeit unmäßig gestiegen sind. Anstatt die Bedürfnisse des kolumbianischen Volkes zu bedenken, werden Steuern festgesetzt, damit die Bedürfnisse der Regierenden befriedigt werden können, wobei das Bedeutendste in unserem Land der Krieg ist, denn der sogenannte Friedensprozess ist nur ein kleiner Teil inmitten so vieler sozialer Probleme. Auch müssen sie sehen, wie sie ihre Kinder zur Schule schicken können, denn die kostenlose Schulbildung in Kolumbien ist eine Farce oder ein Bemühen, dem Ausland ein ganz anderes Bild von Kolumbien zu zeigen.

Es kann keine kostenlose Schulbildung geben, wenn die Schulen sehr hohe Anforderungen stellen in Bezug auf die Schulsachen, die Tages- und die Sportuniform, sehr teure Bücher, die ganz oft teurer sind als 20 Euro, und es handelt sich nicht nur um einen Text, sondern sie verlangen bis zu 3 oder 4 Bücher, auch die Bibel und teure Nachschlagewerke. Häufig ist es für die Familien unmöglich, deren Einkünfte sehr gering sind, dies zu beschaffen. Deshalb müssen diese Kinder in abgerissenen Uniformen am Unterricht teilnehmen oder in normaler Kleidung, weswegen sie am Ende diskriminiert werden. Da sie den Anforderungen der Bildungseinrichtungen nicht nachkommen können, verlassen viele von ihnen schließlich die Schule. Weil sie kein Geld dafür haben, bleiben sie ohne Schulbildung zuhause oder auf der Straße. Und hier gehen sie allmählich verloren, denn sie werden von ihrem negativen Umfeld, in dem sie leben müssen, schlecht beeinflußt. Aus diesem Grund können die Eltern nicht in Ruhe arbeiten; viele von ihnen verlieren langsam die Hoffnung auf ein besseres Leben und finden sich resigniert damit ab, nur noch das nach Hause zu bringen, was grade für das tägliche Essen reicht. Auch wenn es übertrieben scheint, dies ist nur die Realität, der sich Millionen von Kolumbianern stellen müssen.

Deshalb möchten wir in diesem Bericht wieder die großartige Arbeit hervorheben, die der Verein Kinderhilfe leistet an unseren Jungen und Mädchen, in diesem Fall in der Gruppe HOFFNUNG FÜR KINDER in den verschiedenen Häusern. Dieser Gruppe anzugehören, ist ein großes Privileg, weil der Verein sich mit großen Anstrengungen bemüht, alle Bedürfnisse und Nöte dieser Kinder zu befriedigen, unter denen sie zuhause, wegen der schwierigen Lage ihrer Eltern, leiden. Sie bekommen hier alles Nötige, um am Schulunterricht teilzunehmen und können damit auf eine bessere Lebensqualität hoffen. Uns ist bewußt, daß es sehr schwierig für den Verein ist, die Mittel in Deutschland zusammen zu bekommen, besonders, wenn die Ausgaben hier in Kolumbien so viele und ständig höhere sind. Aber die Sachen, wie Lebensmittel, Schulsachen, Kleidung, Gesundheit sind überaus teuer, und abgesehen davon muß der Verein noch zu Beginn jedes Jahres die Steuern bezahlen für den Besitz der Häuser, in denen täglich die Kinder betreut werden und auch die teuren Nebenkosten. Jedoch möchte die Kinderhilfe den Kindern alle Bedingungen erfüllen für ein optimales Ambiente, in dem sie all ihre Begabungen fördern und sich normal entwickeln können, sich wohl fühlen, Freude am Lernen haben und die größten Anstrengungen machen, um diese großartige Chance hier zu nutzen, wo sie privilegiert sind inmitten ihrer Familien und dem Umfeld, in dem sie leben müssen.

So muß der Verein zum Jahresbeginn sehr viel Geld ausgeben für den Kauf aller Schulsachen für die Jungen und Mädchen, damit sie am Unterricht teilnehmen und gut in der Schule mitkommen können. Dazu gehören Hefte, je nach den Anforderungen der Schulen, Stifte, Kugelschreiber, Radiergummi, Anspitzer, Buntstifte, Mappen, was für den Anfang das Wichtigste ist. Später achten die Betreuerinnen jeder Gruppe auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes. Zum Beispiel werden einigen die Turnschuhe für den Sportunterricht gekauft, anderen Teile der Uniform, die sie tagsüber tragen. Wieder anderen wird die Sportuniform oder die ganze Tagesuniform gekauft, und einigen, denen die Eltern irgendwie Uniformen besorgt haben, weil viele Eltern die gebrauchten Uniformen ihrer Kinder verschenken oder sie die von Nachbarn bekommen, diese ziehen es vor, daß der Verein ihnen die Texte oder Bücher kauft, die in der Schule für einige Fächer, wie Mathematik oder Schreiben, verlangt werden. Ohne diese Bücher könnten die Kinder im Unterricht nicht mitmachen, und der Verein unterstützte sie mit diesen. So haben die Kinder jetzt alles Nötige, um gut ausgestattet zur Schule zu gehen, ohne das zu zählen, was alles noch im Verlauf des Jahres von ihnen verlangt wird, wie Fotokopien, Bastel- und Arbeitsmaterial und weiteres, was die Lehrer sich einfallen lassen. 

Für die schulische Unterstützung in der Gruppe HOFFNUNG FÜR KINDER, der Schulkinder, stellt der Verein ihnen alles Material zur Verfügung, damit sie diese je nach Bedarf oder Aufgabe für die Schule nutzen können. Unsere Betreuerinnen achten sehr darauf, daß es gut genutzt wird, ohne es zu verschwenden. Es ist ziemlich teuer, denn täglich werden um die 60 Kinder allein im Haupthaus des Vereins im Zentrum schulisch betreut. Abgesehen davon bekommen die Kinder, wenn sie aus der Schule kommen, ein Mittagessen, für das es in diesem Quartal einige Veränderungen gegeben hat. Der Verein Kinderhilfe konnte mit großen Anstrengungen jemanden einstellen als Unterstützung der Küchenfrauen der einzelnen Häuser. Sie sollen dadurch motiviert werden, Abwechslung in die Zubereitung des Essens zu bringen und neue Rezepte anzuwenden, die den Kindern gefallen. Vor allem aber sollen sie besonders nahrhaft sein, damit die Kinder sich gut entwickeln können, und das hat eine große Begeisterung bei ihnen ausgelöst. Sie essen jetzt alle Gerichte gern, und das spiegelt sich wieder in einem guten Gewicht und der Größe unserer Kinder. Viele von denen, die stark unterernährt zu uns kamen, haben sich nach und nach davon erholt.

Wegen all dieser Vorteile lassen die Eltern ihre Kinder beruhigt in der Kinderhilfe und können auf die Suche nach einer Einnahmequelle gehen, um die tägliche Nahrung zu kaufen, ohne in Sorge zu sein. Sie wissen, daß die Kinder in der Kinderhilfe eine ausgezeichnete Ernährung bekommen, Obhut, schulische Unterstützung und Begleitung und vor allem ganz viel Liebe, die die Grundlage für eine gute Gesamtentwicklung ist. All das zeigt die Bedeutung der Kinderhilfe und macht den Unterschied aus zwischen ihnen und ihren Geschwistern und übrigen Angehörigen. Viele von denen haben nicht die Möglichkeit, zur Schule zu gehen und viel weniger noch haben sie zuhause eine gute Ernährung und Betreuung. Daher kommt es, daß so viele dieser Jugendlichen heutzutage verloren gehen inmitten dieses so chaotischen Umfeldes, das ihnen nur den Drogenkonsum bietet, das leichte Leben, das sehr oft in schlimmen Schicksalen endet, und dies umso mehr als es heute so viel Gewalt auf den Straßen gibt und das Leben seinen Wert verliert. 

In diesem Quartal hatten wir auch ein großartiges Erlebnis durch den Besuch der beiden Deutschen Jakob und Fritz. Damit konnten wir auch sehr das Anliegen der Kinderhilfe stärken, nämlich den Kindern und Jugendlichen einen anderen Teil der Welt zu zeigen, ihnen ermöglichen, ihren Horizont zu erweitern, neue Erfahrungen mit anderen Kulturen zu machen und Menschen kennenzulernen, die aus anderen Gegenden der Welt kommen. Die Kinder waren darüber sehr glücklich und sehr beeindruckt von den neuen Erfahrungen, die  ihnen ermöglichen zu träumen. Sie haben ja so viel Neues erfahren, daß sie bekennen müssen, daß es anderswo in der Welt anders zugeht, was auch ihr Leben verändern kann, und daß man sein Leben und seine Zukunft wirklich verändern kann.
Deshalb schätzen wir diese Möglichkeiten, und besonders, wenn diese Menschen unseren Kindern so viel Aufmerksamkeit, Zuwendung, Fürsorge geben, während sie mit ihnen zusammen sind. Auch helfen wir immer noch allen Kindern dieser Gruppe in den schulischen Dingen, und bemühen uns, damit sie weiterkommen. 

An zwei Beispielen von Kindern, die an diesen Erfahrungen teilhaben, möchten wir zeigen, wie begünstigt die Kinder sind: 

KAREN VIVIANA OLAVE CHASOY: Dieses Mädchen wurde von uns in die Kita für Kleinkinder aufgenommen, als es unter sehr prekären Bedingungen in einer Hütte lebte. Es brauchte dringend Hilfe, damit seine Mutter ihrer Arbeit als ambulante Verkäuferin nachgehen konnte, denn sie war schon damit bedroht worden, daß man ihr die Tochter fortnehmen würde, wenn sie diese weiterhin mit ins Zentrum zum Arbeiten nähme. Dabei hatte sie gar keine andere Wahl, denn wenn sie nicht arbeiten ging, hatte sie kein Geld, um ihren Kindern etwas zu essen zu geben. Deshalb beschlossen wir, ihr zu helfen. Karen zeigte vom ersten Tag an Gefallen an der Kita. Sie hat sich gut eingewöhnt und entwickelt sich gut, genau wie ihre Familie, die gut auf alle gewährte Hilfe reagiert hat. Deshalb konnte sie auch aus der Kita mit dem Schulbeginn in die Gruppe Hoffnung übergehen, was für sie eine große Motivation zum Weitermachen war. Durch diese Unterstützung kann Karen weiter zur Schule gehen, denn Dona Rosaura war eine der von der Schließung des Einkaufszentrums betroffenen Frauen. Sie hatte ihre Ware davor verkauft und sagt, daß der Verkauf um 50% zurückgegangen sei, denn seit der Schließung des Zentrums kommen kaum noch Leute zum Kaufen dorthin. Jetzt verkauft sie nur noch für ungefähr zwei Euro am Tag, was nicht reicht, um die Bedürfnisse in der Ernährung zu decken. Ihr Mann arbeitet jetzt auf dem Bau, und was er verdient, reicht nur für die Miete und die Nebenkosten, weshalb ihre Lage im Augenblick besonders schlimm ist. Aber sie verliert nicht die Hoffnung und geht jeden Tag arbeiten und durch die Straßen, um zu versuchen, etwas zu verkaufen. Nicht einmal in der Osterwoche, die in Popayan sehr berühmt ist, konnte sie sich finanziell erholen, denn der Verkauf war nicht so wie in den vorigen Jahren. Aber von der Kinderhilfe erhält sie weiterhin jede Unterstützung für ihre Tochter, damit sie weiter zur Schule gehen kann, denn diese zeigt große Freude am Lernen 

und allem, was dort unterrichtet wird. Außerdem ist sie eine gute Schülerin und sagt, daß sie die beste werden möchte. Das Mädchen ist sehr charismatisch und spielt begeistert zusammen mit all ihren Kameraden. Dieses Kind zeigt den Unterschied in der Familie, denn ihr Bruder hatte leider nicht die Möglichkeit, im Verein zu sein. Deshalb nimmt die Mutter ihn manchmal mit ins Zentrum zum Verkaufen, denn dann muß er nicht allein zuhause bleiben, wo er normalerweise hinaus auf die Straße ginge und sich in großer Gefahr befände in dem so gefährlichen Viertel, in dem sie wohnen. Dona Rosaura sorgt weiterhin für ihre Familie, und wir hoffen, daß Karen die Unterstützung, die sie bekommt, sehr gut zu nutzen weiß. 

ANGIE CAROLINA MUNOZ ALCALDE: gehört zu einer anderen Familie, der wir seit vielen Jahren geholfen haben, seit sie als Vertriebene des Krieges im Süden Kolumbiens in die Stadt kamen. Als die Familie nach Popayan kam, hatte sie nicht einmal einen Ort zum Schlafen und nichts zu essen. Deshalb waren ihre ersten Monate hier sehr schwer, besonders, weil das Kind noch so klein war und sie ihr oft nichts zu essen geben konnten. Zum Glück fanden sie damals die Kinderhilfe, die ihnen gleich mit der Betreuung von Angie Carolina half, die von der Kita für Kleinkinder in die Gruppe Hoffnung für Kinder, der Schulkinder kam. Das Mädchen hat großes Glück, hier sein zu können und seit sie klein war, eine optimale Ernährung, Erziehung und viele Liebe zu bekommen, was ihr so sehr fehlte. Sie hat sich in den einzelnen Gruppen leicht eingewöhnt, und man sieht ihre Fortschritte in jeder Hinsicht. Außerdem ist sie ein sehr aufgewecktes, liebes und sympathisches Mädchen, das jeden Augenblick ihres Aufenthaltes im Verein nutzt für ihre persönliche Entwicklung. Natürlich hat sie, wie alle Kinder, besonders diejenigen, die inmitten von Problemen aufwachsen, einige Dinge, bei denen man sie ermahnen muß, damit sie sich nach und nach bessert. Aber das Mädchen ist vom Wesen her einsichtig und läßt sich lenken, denn sie begreift und lernt leicht. Auch ihre Mutter ist in letzter Zeit sehr betroffen gewesen, denn auch sie ist ambulante Verkäuferin von Eis im Zentrum der Stadt. Aber wegen der Probleme dieses Einkaufszentrums sind ihre Verkäufe jetzt stark zurückgegangen, und sie hat kaum noch Gewinn dabei. Um etwas mehr Geld zu verdienen, muß sie mit dem Eiswagen sehr lange Wege machen, nicht nur im Zentrum der Stadt, sondern auch in den Außenbezirken, sehr oft auch im Regen. Und im Augenblick haben wir hier Winter, also Regenzeit. Zu ihrem Glück hat diese Familie die Ausrüstung mit den Schulsachen bekommen, Unterstützung für die Schuluniform und einige grundlegende Sachen zum Arbeiten, was die finanzielle Last von Dona Maria Noe erheblich erleichtert. Da der Vater von Angie Carolina wegen juristischer Probleme weder arbeiten darf noch sie finanziell unterstützen kann, wie es sein sollte, ist es Dona Maria, die die ganze Last allein tragen muß.

Diese Familien sind nur ein Beispiel für den Unterschied, den die Kinderhilfe inmitten dieser kolumbianischen Gesellschaft macht. Ganz bestimmt wäre die Zukunft all dieser Kinder ganz anders und keineswegs erfreulich, wenn es den Verein nicht gäbe. Sicherlich würden sie dasselbe Schicksal erleben, wie die heranwachsenden Jugendlichen, die sich heutzutage auf den Straßen verloren haben mit frühen Schwangerschaften, Drogenabhängigkeit in jungen Jahren, einem Leben, das in Katastrophen endet, weil sie nichts anderes erwarten, diese Kinder und Jugendlichen, die in der Krise und den sozialen Problemen dieses so chaotischen und ungleichen Landes verloren gehen. 

Deshalb sind wir allen Leuten unendlich dankbar, die ihre Bemühungen vereinen, um die finanziellen Mittel in unser Land zu schicken und diesen Kindern zu helfen, die das so sehr brauchen. Heute sehen wir so viele klare Beispiele dafür, daß all diese Anstrengungen nicht vergebens waren, sondern eine Besserung der Lebensqualität für viele Familien repräsentieren, mit einer sozialen Auswirkung in der Gesellschaft als Beweis, daß es doch eine andere Welt und ein anderes Leben gibt, für das man kämpfen und jede Chance nutzen kann, die sich bietet. 

Sandra Yicel Medina Sanchez