Bericht über die offenen Gruppen – Popayán

n Kolumbien sehen wir jeden Tag mehr soziale Probleme bei der verletzlichsten Bevölkerung – unseren Kindern und Jugendlichen, denn sexueller Übergriff, Drogenkonsum, Banden und Kindesentführung sind erheblich gestiegen. Wir wissen, dass die Wurzel im Fehlen von Bildung liegt und in den fehlenden Möglichkeiten vieler Familien. Um der Misere zu entkommen und den Lebensunterhalt irgendwie zu verdienen, arbeiten diese Familien in unterschiedlichen Bereichen, wie Straßenverkauf, Sammeln von recyclefähigem Material, oder als Hausfrau. Dabei müssen sie ihre Kinder alleine zuhause lassen oder in der Obhut von Nachbarn. Dies macht sie sehr verletzlich, denn auf der Straße finden sie zunächst all diese genannten Probleme. Die Gefahren lauern im Hinterhalt, und es ist wichtig, eine Form zu finden, um sie zu schützen oder eine andere Lebensanschauung aufzuzeigen.

Deswegen hat die Kinderhilfe ihre verschiedenen Gruppen und Programme geöffnet, die eine Alternative in Unterstützung, Behütung und auch in der Ernährung für all diese Kinder darstellen,

die sehr oft alleine zuhause bleiben müssen, oder bei einer Nachbarin. Was könnte also besser sein, als daß die Kinder in der Kinderhilfe geschützt sind, während ihre Eltern arbeiten gehen oder Erledigungen machen. Daneben können sie köstliche Zwischenmahlzeit oder Mittagessen genießen, je nach Programm, welches sie besuchen.

Dieses Halbjahr wurde damit begonnen, neue Gruppen im östlichen Teil der Stadt zu fördern. Dort befindet sich das Haus Ursula und das Haupthaus des Vereins der Kinderhilfe, wohin einige Kinder und Eltern gekommen sind, die ins Profil dieser Programme passen, zum Schutz ihrer Kinder. Auch im westlichen Teil der Stadt, wo sich die Casita dos befindet, kommen immer mehr Kinder, und die Gruppen sind fast am Limit, denn wir können uns nur um eine begrenzte Zahl kümmern, damit Behütung und Aufmerksamkeit gegeben sind. So müssen wir die Besetzung genau betrachten. Diese offenen Gruppen sind neu im Haupthaus des Vereins, weswegen die Förderung bezogen wurde auf den Stand der Familie und auch auf die Fähigkeit der Eltern und der jungen Mütter, die angebotene Alternative für ihre Kinder erkennen zu können. Viele misstrauen uns ein wenig, vielleicht, weil es in Kolumbien sehr ungewöhnlich ist, daß jemand Aufmerksamkeit und Schutz für Kinder umsonst anbietet. Wir erklären dann die Absicht der Kinderhilfe in Bezug auf die Kindheit und nach und nach kommen die Leute zu den Programmen.

Wenn wir von dem Programm „offene Sondergruppe“, immer morgens im Haupthaus des Vereins sprechen, so sind bis heute fünf neue Kinder gekommen und es bleibt zu hoffen, dass nach und nach mehr kommen. In gleicher Weise zählen wir im Programm „Handarbeiten“, immer montags, vier Kinder, die jede Aktivität genießen und man merkt, dass es ihnen Spaß macht. Wir hoffen, dass es uns bis Ende des Jahres gelingt, mehr Kinder mit beständigem Besuch zu haben. Auch hat es sehr gute Aufnahme in der Bevölkerung gefunden, die aus unserem Nachbarland Venezuela vertrieben wurden und hierher kamen. Ins Casita dos sind einige Kinder gekommen, die sich an dieser Umgebung erfreuen sowie an den etablierten Programmen. Morgens zählen wir 7 Kinder im Casita dos, die den neuen „Kindergarten“ besuchen und auch die Gruppe zur Hausaufgabenbetreung. Nachmittags sind es 11 Kinder, die beständig die Gruppe der Hausaufgabenbetreuung und die des Handarbeitens besuchen.

 

Jedes Programm wurde danach ausgerichtet, allen Gruppen, die wir derzeit haben, gute Aufmerksamkeit zu widmen. Unsere Veröffentlichung, die alle offenen Programme für Jungen und Mädchen zusammenfasst, fügen wir entsprechend bei.

 

Es stellt eine große Alternative des Lernens dar. Hier geben wir auch Raum für unsere Mütter, die oftmals zu Hause im Stress leben, denn manchmal ist die einzige Ablenkung das Kochen und die Hausarbeit, die sie zu erledigen haben. So suchen wir für sie nach neuen Rezepten und Bildung, nicht nur im Bereich Handarbeit, sondern auch in der Bäckerei, damit die Mütter einen Moment der Erholung finden und auch etwas erlernen, dass ihnen zukünftig vielleicht die Möglichkeit eröffnet, eine Arbeit zu beginnen, um Geld zu verdienen. Im kulinarischen Bereich haben wir begonnen, Kuchen mit Marmelade zu backen und die Mütter bereiten auch Nachspeisen nach Rezepten aus der Bäckerei zu, was ihnen sehr hilft.

Die Handarbeitsgruppe des Vereins

zählt 16 Frauen, die beständig kommen und die im Halbjahr eine Puppe gefertigt haben, die mit Stickereien verziert ist. Die Gruppe „Wir kochen zusammen“ zählt zusammen 10 Frauen, die zubereitet haben: Maisfladen mit Käse; Maisteigtaschen, gefüllt mit Kartoffeln; Nudeln mit Gemüse und verschiedene Sandwiches. Auf diese Angebote zählen zu können, ist in der Kinderhilfe von großem Vorteil. Darüber hinaus stellen wir den Frauen alle Produkte und die Person, die sie anleitet. All das ist völlig kostenlos. Normalerweise müssen solche Dinge in unserem Land vergütet werden, aber diese Mütter verfügen nicht über die Mittel, denn das, was sie bekommen, müssen sie für den Unterhalt ihrer Kinder verwenden. Auch für beständige Mietzahlungen für Wohnraum und für Grundbedürfnisse. Die

Kinderhilfe ist einzig darauf fokussiert, dieser verletzlichen und bedürftigen Bevölkerung zu helfen.

In diesem Halbjahr möchten wir die Unterstützung des Patenkindes Luisa Feranda Luna hervorheben, die im sechsten Semester an der Universität studiert. Ihre Unterstützung in der Hausaufgabenbetreuung und bei der Essensausgabe an den Samstagen, hat, durch ihre kreative Aktivität, mehr Jungen und Mädchen angezogen. Die, durch Betreuerinnen unterstützten Aktivitäten waren: Jeden Samstag wurden zu Beginn verschiedene Geschichten gelesen und danach: Einhörner aus Zeitungspapier hergestellt, Karten für einen Freund, mit einer Eule bemalt, Zeichnungen aus dem Malkasten unter Benutzung der Finger, Bingo, traditionelle Spiele, Zeichnungen mit Papierschnitzel füllen, Gespräche über Kindesentführung, was derzeit einen großen Boom in Popayán erfährt. Danach spielen die Jungen und Mädchen frei miteinander. Um den Tag zu beenden, wird den Kindern ein Mittagessen angeboten, das mit Liebe zubereitet wurde. Um diese Arbeit, die derzeit in der Kinderhilfe realisiert wird, anschaulich zu machen, fügen wir Fotos der unterschiedlichen Aktivitäten bei, die für sich sprechen.

Wir möchten uns unendlich bei allen Menschen in Deutschland bedanken, die es möglich machen, mehr Kindern und Familien gesunde Ernährung zu geben, gesunde Erholung und gute Nutzung der freien Zeit anzubieten, um so nötige Behütung und Schutz zu geben.

Danke für die Anteilnahme aus der Entfernung für unsere kolumbianischen Jungen und Mädchen.

Erstellt, Nelcy Lucia Meneses Iles

(Übersetzung: Ernst Zimmer)