Tagesstätten

Allein stehende Müttern und ihre kleinen Kinder haben es besonders schwer. Entweder müssen sie, weil sie arbeiten müssen, die kleinen Kinder in der Obhut größerer Geschwister lassen, die dann nicht zur Schule gehen können, oder sie in den Hütten einschließen, wo sie genauso gefährdet sind wie auf der Straße, auf der sie dort aufwachsen. Weil die Kinder, die wir ins Programm Hoffnung für Kinder ohne Zukunft aufgenommen hatten, alle extrem unterernährt und verwahrlost waren und schon so stark geschädigt, dass die meisten ihre Entwicklungsrückstände nicht mehr aufholen konnten, begannen wir im April 1996 mit der ersten TAGESSTÄTTE FÜR KLEINKINDER.

Inzwischen werden in zwei Tagesstätten jeweils mindestens 30 zwei- bis sechsjährige Mädchen und Jungen den ganzen Tag über umfassend versorgt und betreut.

In der Tagesstätte in HAUS URSULA sorgen eine Pädagogin, eine Kinderpflegerin und einen Küchenfrau für liebevolle Betreuung und optimale Versorgung, während in der Tagesstätte CASITA 2 eine Erzieherin und eine Helferin (, die sich durch ihre Mitarbeit ihre Ausbildung zur Kinderpflegerin verdient,) zudem durch mehrere ältere Patenkinder hilfreich unterstützt werden. In beiden Tagesstätten gibt es eine anerkannte Vorschule, so dass die Kinder bis zur Einschulung in ihrer vertrauten und liebevollen Umgebung bleiben, wo sie mit didaktischem Material aus Deutschland besonders gut auf den Schulbesuch vorbereitet werden. 

Seit 2008 gibt es in HAUS URSULA auch einen BABYKRIPPE, da die Mütter so kleiner Kinder überhaupt keine Möglichkeit haben zu arbeiten und wir immer wieder erleben mussten, wie die ganze Familie hungerte, ja die Kinder langsam verhungerten.

Die Babys, die schon mit drei Monaten aufgenommen werden, sind durch Unterernährung und Verwahrlosung meist so gezeichnet, dass sie ärztlich behandelt werden und Heilnahrung bekommen müssen. Da sie an den Wochenenden in ihren Elternhäusern nur flüssigen Brei aus Kochbabanen bekommen, wenn überhaupt, bekommen die Mütter die Babynahrung für die Tage an dennen sie nicht in den Verein kommmen, von uns geschenkt, ebenso die Pflegemittel, denn in den Hütten gibt es oft weder Seife noch Handtücher.

Die elf oder zwölf Babys im Alter von drei Monaten bis zu zwei Jahren werden von einer Erzieherin und einer Helferin versorgt und gefördert, ebenfalls unterstützt durch ältere Patenkinder, die hier besonders gerne helfen.Für alle diese Gruppen suchen wir DRINGEND Projektpaten, da vor allem die Babykrippe besonders kostenintensiv ist.

 

 

PROGRAMM – HOFFNUNG FÜR KINDER OHNE ZUKUNFT

Im Programm HOFFNUNG werden seit 1993 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren betreut, sie erhalten tagsüber Beköstigung und Zuwendung und besonders auch gesundheitliche und hygienische Betreuung.

In die nachmittägliche Betreuung der Kinder, Begleitung bei den Hausaufgaben und bei kreativen Tätigkeiten, Spiel und Chor sind vor allem die älteren Patenkinder involviert, die sich verständnisvoll um die Kleineren kümmern und ihre Ideen einbringen.

Diese Art Hortbetreuung bieten wir in Popayán derzeit für 30 Kinder im Casita 2 und für 40 Kinder im Haupthaus Casa Hogar KINDERHILFE. In Pasto werden 30 Kinder betreut. In Medellín werden im Vereinshaus 20 Kinder betreut. Den Kindern die im Programm HOFFNUNG aufgenommen wurden, wird Schul- und Arztbesuch finanziert, sie bekommen Kleidung und Essen. Neben der Hausaufgabenbetreuung durch die größeren Patenkinder, steht die soziale Betreuung der Familien im Vordergrund.